Nicht nur in der Kommunikation, sondern auch in allen Bereichen des täglichen Betriebes versuchen wir die SDGs (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen umzusetzen. Manche spielen im Betrieb/Umfeld eine kleinere Rolle, manche eine größere. Dennoch ist es uns wichtig, alle 17 Ziele mitzuverfolgen und Maßnahmen zu treffen, die diesen Zielen förderlich sind. So setzen wir direkt jede Nachhaltigkeitsmaßnahme in den Kontext der SDGs und legen außerdem einen Fokus auf die IDGs (Inner Development Goals).
Daher findet man auch bei jedem Eintrag auf der Wall of Change die Angabe, welche SDGs mit der Maßnahme verfolgt werden.

Die SDGs im Überblick

Die 17 SDGs (Sustainable Development Goals) wurden im Rahmen der Agenda 2030 von der UN beschlossen. Mit der Agenda 2030 wurden Ziele für die Zukunft festgelegt, um ein menschenwürdiges Leben für alle zu gewährleisten und zeitgleich die natürliche Lebensgrundlage für die Zukunft zu sichern. Dabei geht es um soziale, ökonomische und ökologische Themen, die alle Staaten umsetzen sollen. (*Da wir als Hotel und nicht als Staat handeln, brechen wir die Ziele jeweils auf uns als Unternehmen runter.)

SDG 1
Keine Armut: Das erste Ziel erfordert die drastische Reduktion von Armut. Es ist die Grundvoraussetzung für die Erfüllung aller weiteren Ziele.

Dieses Ziel geht direkt einher mit dem Klimawandel, denn gerade ärmere Menschen müssen unterstützt werden bei der Anpassung an dessen Folgen. Außerdem ist die gesamte Wirtschaft abhängig von einem intakten Ökosystem.

SDG 2:
Kein Hunger: Der Hunger auf der Welt soll beendet werden. Dabei soll den Erzeuger*innen der Zugang zu produktiven Ressourcen garantiert werden. Zusätzlich sollen Produktivität und Ertrag durch landwirtschaftliche Methoden gesteigert werden. Basis für dieses Ziel ist eine nachhaltige Landwirtschaft.

SDG 3: 
Gesundheit und Wohlergehen: Das Ziel bei SDG 3 sind der Erhalt und die Wiederherstellung der Gesundheit sowie die Vermeidung vorzeitiger Todesfälle. Dabei muss mehr Wert auf Umweltschutz gelegt werden, um (gesundheitliche) Umweltbelastungen zu reduzieren (gesundheitsbezogener Umweltschutz).

SDG 4: 
Hochwertige Bildung: Alle Menschen sollen gleichberechtigt einen Zugang zu qualitativ hochwertiger, fachlicher, beruflicher sowie Hochschuldbildung haben. Es werden außerdem zukunftsfähige Bildungsangebote benötigt, damit kommende Generationen (praxisbezogen) mitgestalten und auf Herausforderungen reagieren können.

SDG 5:
Geschlechtergleichheit:  Ziel ist hierbei die gleichberechtigte Teilhabe und Chancengleichheit für alle Geschlechter. Jegliche Diskriminierung gegen Frauen und Mädchen muss beendet werden. 
Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen Umweltveränderungen und geschlechterbezogener Gewalt. Dem muss unter anderem durch Umweltschutz gegengesteuert werden.

SDG 6:
Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen: Bei SDG 6 handelt es sich um ein internationales Ziel. Es soll für alle der Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen gewährleistet werden. Zusätzlich steht der Gewässerschutz im Fokus. Es wird eine langfristige Wasserverfügbarkeit, eine hohe Wassernutzungseffizienz sowie eine Förderung eines Wasserressourcenmanagements angestrebt.

SDG 7:
Bezahlbare und saubere Energie: Bis 2030 sollen alle Menschen Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energieversorgung haben. Der Anteil an erneuerbaren Energien muss deutlich erhöht und die Energieeffizienz gesteigert werden. Dabei muss die Umwelt- und Naturverträglichkeit bei allen Maßnahmen zur Energieentwicklung gewährleistet sein.

SDG 8:
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Bei SDG 8 geht es um die Ausgestaltung einer zukunftsfähigen Ökonomie. Diese soll sowohl den gesellschaftlichen Wohlstand sichern als auch für alle Menschen zugänglich sein. Mittels technischer Modernisierung und Innovation soll die Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion gesteigert werden. Dadurch soll eine Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Umweltverbrauch gewährleistet werden.

SDG 9:
Industrie, Innovation und Infrastruktur: Als Ziel werden nachhaltige und widerstandfähige Infrastrukturen angestrebt. Industrien sollen dabei immer mehr auf umweltfreundliche Prozesse, Ressourceneffizienz und Kreisläufe sowie saubere Technologien setzen bzw. entwickeln.

SDG 10:
Weniger Ungleichheiten: Alle Menschen sollen am Wohlstand teilhaben und es soll eine gerechtere Verteilung von Einkommen geben. Jeder soll die gleichen Chancen haben und selbstbestimmt leben können. Die soziale wie politische Inklusion soll gefördert werden. Zusätzlich müssen Umweltbelastungen reduziert und Zugang zu Grün- und Freiflächen verbessert werden. Die Preise müssen so gestaltet werden, dass jeder Zugang zu nachhaltigem Konsum hat. 

SDG 11:
Nachhaltige Städte und Gemeinden: Die Ziele hierbei sind eine nachhaltigere Ausgestaltung der Stadtentwicklung, der Siedlungsplanung und Verkehrssysteme. Die Umweltbelastungen durch Städte sollen reduziert werden, Zugang zu Frei- und Grünflächen sowie zu nachhaltigen Verkehrssystemen gesichert sein. Es wird eine höhere Ressourceneffizienz, sowie eine Abschwächung des Klimawandels und Katastrophen-Resilienz angestrebt. Städtische und ländliche Räume sollen besser miteinander verbunden werden. Es sollen weniger Flächen und Ressourcen verbraucht und Grünflächen sollen aufgewertet werden. Begrünte Dächer, Fassaden, Wasserflächen, Verschattungen tragen zu nachhaltigeren Städten bei und sollen somit auch im Fokus stehen. 

SDG 12:
Nachhaltiger Konsum und Produktion: Konsumieren und Produzieren muss unter ökologischen Gegebenheiten stattfinden. Dementsprechend müssen Konsum und Produktion verändert werden in Form von Kreislaufwirtschaft, nachhaltigen Lieferketten und Vermeidung bzw. verantwortungsvoller Entsorgung von Abfällen. Die Nahrungsmittelverschwendung soll bis 2030 halbiert werden.

SDG 13:
Maßnahmen zum Klimaschutz: Dieses Ziel betrifft direkt den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Neben der CO2 Reduktion sollen Aufklärung, Sensibilisierung und Aufbau von Kapazitäten zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels vorangetrieben werden. In sämtlichen Strategien und Planungen der Politik soll Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel berücksichtigt werden. 

SDG 14:
Leben unter Wasser: Das große Ziel bei SDG 14 ist die Beendung der Verschmutzung von Ozeanen und Meeren. Außerdem soll die Übersäuerung der Gewässer reduziert werden, die nachhaltige Bewirtschaftung von Küstenökosystemen und der nachhaltiger Umgang mit Fischbeständen ausgebaut werden. Ein weiteres Ziel ist hierbei auch die Einrichtung von Meeresschutzgebieten.

SDG 15: 
Leben an Land: Der Schutz, die Wiederherstellung und die nachhaltige Nutzung von Ökosystemen auf nationaler und internationaler Ebene stehen bei SDG 15 im Fokus. Der Verlust von biologischer Vielfalt soll beendet und der Artenschutz vorangetrieben werden.

SDG 16: 
Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen: Bei SDG 16 geht es um die Sicherung, Entwicklung und Wiederherstellung friedlicher, rechtsstaatlicher und inklusiver Gesellschaften. Als Ziel werden leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und transparente Institutionen angestrebt. Dabei sind Klima- und Umweltpolitik sehr wichtig, um Klima- und Ressourcenkonflikte zu vermeiden.

SDG 17
Partnerschaften zur Erreichung der Ziele: SDG 17 fokussiert sich auf die Zusammenarbeit der Staaten. Nordische Staaten sollen südliche Staaten unterstützen. Die Umweltpolitik soll sich außerdem in internationalen Partnerschaften engagieren.

SDGs: 4, 13, 17

Umsetzungszeitraum: 2019

Partner*innen: UN